Zweimal Vegan #2

1. Nora, wie war dein Tag?

Ich habe den ganzen Tag mit mir verbracht und bin nun ein bisschen desozialisiert. Außerdem hat der Michi beim Power Vinyasa den Hunger in mir hochgetrieben. Deshalb kann ich Hanne die Verspätung nur unter schweren Bauchkrämpfen verzeihen.

2.     Wo wart ihr und wieso genau hier?

Unsere liebste Oreo-Veganer-Freundin schwärmt von drei super Falafelsoßen und einem leidenschaftlichen libanesischen Tresenbär.

3.     Erste Eindrücke?

Durchschnittlicher Falafelshoplook. Kitschige Wüstenmalerei an der Wand. Aber Sauberkeit lässt grüßen! Und das hat nach zwei Lebensmittelvergiftungen innerhalb von 2 Wochen bei mir allerfeinste Priorität!!

4.     Was gab’s bei dir?

FAFAFALAFEL- mit MangoSenftSoße und Humus und Makali.....also im Sandwich versteht sich.

5.     Wie hat’s geschmeckt?

Richtig knorke. Gute Größe zu gutem Preis. Frisch und Fresh.

6.     Guter Service?

Der Tresenbär ist ganz nach meinem Geschmack. Wilhelm und ich kommen rein und erklären, dass wir noch auf unsere Begleitung warten. Er nickt kurz und verschwindet dann in sein Hinterzimmer. Ich rufe nach hinten, ob ich mir schonmal 'ne Mate aus dem Kühlschrank nehmen kann. „Na klaro, nimm allet, was de willst!“

Als wir nach hundert Jahren dann alle dasgleiche bestellen, verzieht er auch keine Miene und tut so, als währen wir ganz ernst zu nehmen. Nach meinem Geschmack.

7.     Was war das Highlight, was eher so mittelmäßig?

Die Makalimöhre, ach alles makalige in meinem Brot.
Hell war’s halt, aber irgendwie ist die Falafelmannatmosphäre trotzdem immer romantisch. Auf helle Art und Weise.

8.     War Hanne eine gute Begleitung und wer passt hier so garnicht hin?

Hanne war eine Begleitung am Rande des Nervenzusammenbruchs, die 10 Stunden nichts zwischen den Beißern hatte. Aber gerade sitzen gehört zum Glück bei "Phönicia" nicht zu den Bedingungen um reinzukommen.

Komm nicht hierher, wenn du einen fetten Pickel hast. Dem Licht entgeht nichts.


9.     Und eure Gespräche?

Wahngeleitet, zu laut, so wie man spricht, wenn man sich ein bisschen zu sehr zuhause fühlt.


10.  Ein Wort (oder zwei) zum Schluss?

Nazis essen heimlich Falafel!

 


1. Hanne, wie war dein Tag?

Ich dachte, jobben wäre einfach. Dem ist nicht so. Ich kam nach einer Neun-Stunden-Schicht, in einem italienischen Feinkostladen mit schicken Prenzlauer Berg Leuten, in den guten alten Wedding und hab mich sehr auf meine Falafel gefreut. Und natürlich auf meine Begleitung. Und auf den Stuhl, auf dem ich sitzen durfte. Danke @ Falafel-Laden.

2. Wo wart ihr und wieso genau hier?

Wir haben im Phönicia in unmittelbarer Nähe des schönsten Kinos Berlin (Witz) Falafel genossen. Da 75% der lieblichen BARE-Authoren im Wedding residieren, war dies der 'place to be'. Unser Terminplaner ist, wie der aller kreativen Studenten (sprich 70% aller Berliner Studenten, die anderen sind entweder Informatiker oder Jura-Studenten) vollgepackt- da kam uns der Stamm-Falafel-Mann der Wedding-Crew sehr recht!

3. Erste Eindrücke?

Hier war ich doch schonmal! (schon wieder ein Witz) Ansonsten: 10/10 Falafel-Buden-Punkte. Das Phönicia erfüllt alle Vorstellungen und hat viele gutaussehende Soßen hinter der Theke. Rundum lecker. Alles. 

4. Was gab's bei dir?

Falafel im Brot mit Hummus. Simplicity is the key.

5. Wie hat's geschmeckt?

Wie ein Paket, das Potenzial hatte, meinen Abend zu retten. Und wenn ich schnulzige Metaphern weglasse: Hummus ist frisch und cremig, Falafel grün und ebenfalls frisch und da ist Minze drin. Ich mag Minze. Nora nicht so. Ich fands geil. Sie nicht so.

6. Guter Service?

Ich war um ehrlich zu sein, viel zu fixiert auf Nora, meine Mate und mein Essen, als dass ich groß auf irgendwen anderen in meiner Umgebung geachtet habe. Mir fiel deshalb auch erst reichlich spät auf, dass wir ganz alleine in dem Laden saßen. Hat mich nicht gestört. Wir wurden sehr nett bedient und man munkelt, man nenne den Mann hinter der Theke liebevoll “den kleinen Bär”. Das trifft sehr gut. Bären bedienen gut. Guter Service. I like.

7. Was war das Highlight, was eher so mittelmäßig?

High: Food (und die Minze)
Low: Meine Energie. Aber das hat nichts mit dem Laden zu tun. Ich habe nichts auszusetzen!

8. War Nora eine gute Begleitung und wer passt hier so gar nicht hin?

Ohne mich hätte Nora wohl noch ein Stückchen Minze zwischen den Schneidezähnen! Und ich keine Club Mate. Die Kundschaft aus dem Laden, in dem ich kurz zuvor noch hinter der Käsetheke stand, hätte hier vielleicht weniger Vergnügen. Aber das nur, weil es nicht hip oder schick oder sonst was genug ist. Das ist aber dann ihre Schuld. Cool bleiben, Falafelmann!
 


9. Und eure Gespräche? 

“Sie hat SOLCHE Brüste!” Wir haben auch über reifere Themen geredet. Generell war ich eher im Müdigkeits-Delirium, ich glaube, ich habe vieles schon wieder verdrängt

10. Ein Wort (oder zwei) zum Schluss?

"Du bist unbegrenzt". Das war mein Yogi-Tee-Spruch heute. 

Fotos: Wilhelm Will