Lystigarðurinn

In meinem Nacken schmiegt sich noch die Wärme des Sonnenaufgangs und auch wenn die Wolken jetzt schon alles wieder einhüllen, bin ich noch ganz bei ihr, bei mir. Um mich herum ist alles in Miniaturform, alles winzig und bedeutsam. Ein bisschen Zauber, den ich hier, jetzt, gänzlich zu begreifen scheine. Morgen ganz sicher nicht mehr. Und auch nicht mehr so, nie mehr. Dafür aber jetzt.

Ihre Hände sind dreckig und sie bückt sich über ihre Töpfe. Ich schaue ihr mit der Ruhe zu, die sie hat und auch ich, weil nichts mich hetzt. Ich muss nirgendwo hin und das nächste, was ich muss, ist aufs Klo.


Ihre Stiefel hinterlassen Spuren in ihrem eigenen Reich. Sie muss es spüren, die Blicke der Anderen. Sie ist schließlich in einem Glashaus. Und ich weiß nicht mal, ob hier eine Metapher greift. Sie scheint zu spüren, dass sie nicht die Hauptattraktion ist, scheint es anzunehmen und nimmt ihren Platz. Es passt gut. Ich gehe weiter, lasse ihr ihres und nehme mir mein Stück mit. Bis heute ist es da.

 
Hanneganz neuComment