skogafoss

Unter mir peitscht der Wind, in mir nix. Die Halme tanzen mit meinen Freudengefühlen mit und zelebrieren mein Ich. 

Unter mir fließt alles weg, gegenüber von mir felsenfest- ein Riese, ein Gigant. 

Wenn ich in mich reinhorche, möchte ich weinen und bin so gebündelt und geankert und gerade so präsent. Links neben mir ist viel. Und auch rechts. Und über mir weiß ich nicht, da ist zu viel. Und in mir auch, da ist so viel. 

Nichts, was ich jemals schaffen werde, ist so vollkommen, wie dies. Doch anstatt mich zu deprimieren, beruhigt mich dieser Gedanke, denn ich bin ein Teil davon. 

Ich atme tief ein, ein Versuch, das alles aufzusaugen. Meine Augen, mein Verstand weiten sich, auch wenn ich nichts hiervon begreife. Wo kommt das alles bloß her? Wer kam auf die Idee, dieses Schaf da hinzusetzen? Und wieso genau passt es hier perfekt rein? Es kann es mir nicht sagen, das Schaf, und ich mir auch nicht. Auch wenn ich da bin.